Episode 23 – Zeitersparnis

Auch wenn es den Anschein erwecken mag, hat der Titel und Inhalt der heutigen Episode nicht soviel mit dessen Aufmachung zu tun. Termingründe und ein Computervirus sind Schuld, dass es heute mal wieder nur eine one-man Show gibt, weniger ein Zeitsparwillen von uns oder euch gegenüber. In den Semesterferien jedenfalls war die Aufnahme viel einfacher :] Sei es drum. Es geht wirklich um Zeitersparnis, nämlich wie man vielleicht die ein oder andere Minute an einem Spielabend einsparen kann. Basis des ganzen ist ein Artikel von Walt Ciechanowski bei Gnome Stew. Und auch wenn ihr diese Woche Zeit beim Podcast spart, sind wir nächste Woche wieder länger und vollzählig dabei – hoffentlich.

Euch gefällts? Dann sagt es weiter :)

4 Gedanken zu “Episode 23 – Zeitersparnis

  1. [b]Titel: “System matters”! Wie, was, he?[/b]

    [i]Untertitel:
    Aufbaumaterialien, Methodengegenstände, Ordnung ist von Bedeutung – alles klar, oder?[/i]

    „System matters“ ist der bedeutungsschwangere Name des deutschsprachigen Podcasts unter der Regie von Patric, Daniel und Matthias zum umfangreichen Thema Rollenspielerei. Mittlerweile hat das Team seit der Veröffentlichung der ersten Episode insgesamt 25 Shows life on Pod online zur Verfügung gestellt; üblicherweise soll wöchentlich am Freitag die Show live on Pod gehen. Deshalb gibt es pünktlich zu dieser „silbernen Podzeit“ (Hochzeit geht ja nicht …) hier einen Versuch eines Fan Kommentars. Zunächst gehe ich sehr kurz auf die Wortbedeutung ein, dann auf das Wesentliche; und für Statistik- und Zahlenfreaks gibt es auch ein paar Informationen zum Abschluss. Viel Spaß!

    [b]Zur Wortbedeutung: [/b]
    [i]Achtung: English for run-aways.[/i]

    system – Ordnung, Aufbau, Methode, System
    matters – Angelegenheiten, Fragen, Gegenstände, Materialien, Sachen, Themen, von Bedeutung sein
    Damit macht der Untertitel “ein wenig” (Un)Sinn, zeigt aber, tatsächlich, worum es in diesem Podcast eigentlich geht …

    [b]Nun zum Inhaltlichen:[/b]

    Nahezu jede Episode folgt dem gleichen Konzept. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Moderatoren flanieren sie verschiedene Themen zu Büchern, Filmen, Computerspielen, Alltäglichem und Außergewöhnlichem – insbesondere mit Blick auf die individuellen Tätigkeiten zwischen der aktuellen und der vorangegangenen Episode. Für den Hörer eröffnen sich dadurch ungeahnte Sphären für literarische Empfehlungen, über Filme, Fan-Kram und wirklich interessante Spielalternativen. Anfänglich war dieser Teil der Show stets sehr „überlastig“ – zumindest von einigen regelmäßigen Hörern so kommentiert –, so dass das Team dazu übergegangen ist, dies ein wenig einzukürzen – und wenn es nur das passive Einkürzen im Verhältnis zur Verlängerungen des Hauptteils ist.

    In dem Hauptteil jeder Show stehen dann interessante Themen zur Rollenspielerei im Mittelpunkt – Beispiele sind Zeitsparen und Pragmatisches zum Ablauf von Spielesitzungen sowie Abwesenheiten von diesen, Inhaltliches zu Schicksalspunkten, Reisen, Charaktertod oder Flashbacks, technisches zu Systemen wie dem Fate System oder Systemelementen wie Temptation Dice und noch vieles mehr. An diesen sehr unterschiedlichen Themen ist erkennbar: „System matters“ handelt nicht von Spielsystemen – also Regelsystemen oder spezifischen Rollenspielarten. Es handelt von den Metaebenen da drüber oder da drunter.

    Patrick, Daniel und Matthias tauschen sich über ihre Beobachtungen und Erfahrungen mit unterschiedlichsten Rollenspielbegegnungen aus und teilen sich dabei der Audienz mit. Hierbei ist höchst erfreulich, dass alle drei nicht in dasselbe Rohr blasen. Bisweilen haben sie sehr unterschiedliche Auffassungen, die sie einander gegenhalten. Dabei ist schön, dass sie sehr deutlich hervorheben, dass jede Denk- und Sichtweise letztlich eine vertretbare ist.

    Was mich persönlich immer wieder beeindruckt, ist eine Art ungezwungene Atmosphäre in den verschiedenen Episoden. Es wird geplaudert. Dabei fällt auf, dass erfahrene Rollenspieler, die sich in ihren Spuren über die Jahre oder Jahrzehnte möglicherweise eingefahren haben, in „System matters“ gute und probate Anregungen erhalten, wobei „System matters“ – möglicherweise unbeabsichtigt – vor allem eher für die Neulinge unter den RollenspielerInnen viel Substanz bereithält. Die Informationsdichte ist ziemlich hoch, über die geplaudert wird, aber nicht palavert.

    Der Podcast bietet noch mehr – nicht nur etwas zum Hören. Unter der Domain http://www.system-matters.de/ steht jede Episode zum Download bereit; für facebooker gibt es sogar eine facebook-Fan Gruppe, wobei diese schon längere Zeit nicht mehr gepflegt wird. Außerdem wird in umfangreichen Show-Notes vorgestellt, was eigentlich in jeder Episode im Einzelnen besprochen oder erwähnt wird. Daher findet der Neugierige hier zahlreiche Verlinkungen zu Quellen sowie interessanten Materialien. Mit diesen Mitteln zeigt das Team von „System matters“, wie tief es dabei in die jeweiligen Themen eingestiegen ist, ohne dies aber moralisch, pädagogisch fragwürdig oder überheblich in der Show „heraushängen“ zu lassen.
    Neben diesen häufig umfangreichen Show Notes sowie vereinzelten Goodies (Bilder, Videos) hat die Hörerschaft auch die Möglichkeit, jede Episode zu kommentieren.

    An dieser Stelle bleiben Patrick, Matthias und Daniel auf Tuchfühlung mit ihrer Hörerschaft. Nicht nur reagieren sie mit Kommentaren auf selbige; hin und wieder greifen sie Anregungen oder Ergänzungen aus den Kommentaren sogar in ihren Episoden auf. Bravo!

    [b]Mein Fazit ist:[/b] Ich scheue den Vergleich mit anderen deutschsprachigen Podcasts, da ich diese bestenfalls mal angehört habe; „System matters“ ist bisher der einzige deutsche Podcast, der mich wirklich “erreicht” hat. Um so lieber wage ich den Sprung über den großen Teich. Denn dort gibt es die sogenannte „the Game Master Show“. Diese ist hinsichtlich ihrer „General Shows“ „System matters“ sehr ähnlich, nur umfangreicher. Inhaltlich begegnen sich diese zwei Podcasts auf Augenhöhe. Denn gemein ist beiden, dass sie sich nicht in heillosen Theorien verlaufen, sondern stets in ihren Erörterungen den direkten Spielbezug im Auge behalten. Jede Anregung zielt letztlich darauf ab, unterhaltsame und erlebnisreiche Rollenspielerfahrungen zu ermöglichen.

    [b]Ein paar Statistiken und Historisches: [/b]

    - Von den 25 Episoden sind zwei besonders lang (deutlich über 1 Stunde Dauer), während drei weitere ausgesprochen kurz ausfallen (jeweils unter 20 Minuten), wobei von den übrigen 20 Episoden immerhin vier weitere mit mehr als einer Dreiviertelstunde zu Buche schlagen. Die übliche Episode dauert etwa 30 bis 40 Minuten.
    - Hinsichtlich des inhaltlichen Canons stechen zwei von 25 Episoden heraus – nämlich eine spezielle Folge zum Cthulhu Con (die quasi sechste Episode) sowie eine aus technischen Gründen eingeschobene Ein-Mann Show von Daniel als eigentlich 18. Show. Diese zwei Episoden werden nicht eingereiht, so dass letztlich von bisher 23 „System matters“ Shows und zwei besonderen Shows die Rede ist.
    - Mit Ausnahme der Spezialthemen zur Spielemesse in Essen sowie zum Halloween behandelt das Trio Infernale üblicherweise Fragen zur Rollenspielerei. Bisher musste das Team nur zwei Mal in die Archivkiste greifen, um die gewünschte Regelmäßigkeit des Podcasts nicht zu gefährden. Diese ist dennoch jüngst etwas eingebrochen – aber kann man das einem so guten Fanprojekt übelnehmen?
    - Aktuell wird die Show zwischen 150 und 200 Mal heruntergeladen; bis zu der Phase der zeitlichen Unregelmäßigkeiten war es üblicherweise zuletzt um die 250 Downloads pro Episode. Dies berücksichtigt nicht Downloads über iTunes oder das Hören der Streams.
    - Abschließend noch ein wenig Zahlenspielerei zu den Teilnehmern selbst: Während Matthias einsamer Spitzenreiter in Abwesenheit ist – im Schnitt jede fünfte Episode – liefern sich Patrick und Daniel ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei, wobei Patrick hier mit dreifacher Abwesenheit die Nase leicht vorn hat.

    [b]Insgesamt:[/b] Thumbs up! Weiter so!
    So nebenbei: „System matters“ kann man auch so nebenbei hören. Und auch immer wieder …

    ClemLOR

  2. Immer im Fokus D&D4 oder Savage Worlds aber auch andere Systemen arbeiten mit verschieden wichtigen (und starken) NSCs. In der World of Darkness heißen sie Bit-Players.

  3. Ja das stimmt, dass wir uns (generell)oft auf D&D, Savage Worlds oder auch DSA beziehen, dies liegt einfach an unseren Erfahrungen mit diesen Systemen.

    Wir würden gerne alle Systeme einbeziehen, aber leider fehlt da oft ganz profan die Zeit alles auszutesten und von daher sind wir für eben solche Kommentare und Hinweise sehr dankbar :]

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