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Bei jedem neuen pbta-Spiel lohnt es sich die Spielzüge anzuschauen und die Prinzipien der Spielleitung. Hier erfährt man viel über das Spiel und kann sich recht zügig ein Bild über die Atmosphäre und das Spielgeschehen machen. Folgende Prinzipien besitzt So tief die schwere See:

Beherrsche die Stimmung

Als SL hast du großen Einfluss auf die Atmosphäre am Tisch. Schwere See ist ein einigermaßen ernstes Spiel, und es ist hilfreich, wenn du diese Stimmung am Tisch aufrecht erhältst. Ein paar Scherze sind natürlich in Ordnung, aber bei zu viel Komödie verliert das Spiel einen Großteil seiner Spannung und Wirkung.

Stelle jede Menge Fragen

Frag immer wieder nach. Frage die Spieler, was ihre Charaktere denken, fühlen und tun. Frage, wie ihr Charakter über die anderen Charaktere und deren Taten denkt. Das verleiht dem Verhalten der Charaktere Tiefe und Bedeutung. Außerdem bietet es der SL wunderbares Arbeitsmaterial zum Verschlimmern der Lage.

Rücke die Charaktere ins Zentrum der Konflikte

Die Spielercharaktere sind der Dreh- und Angelpunkt von Schwere See. Wann immer es eine schwere Entscheidung zu treffen, eine Chance zu ergreifen oder ein Geheimnis zu ergründen gilt, sollten die Spielercharaktere dabei sein und mittendrin stecken. Unterschiedliche Gruppen sollten sie zu Entscheidungen drängen und ihnen ihr Überleben anvertrauen. Vielleicht handeln sie wie Helden, vielleicht
machen ihre Taten sie auch zu Bösewichten. So oder so sind sie der Mittelpunkt der Geschichte und es ist deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle etwas von ihnen wollen.

 

Lass die Welt reagieren

Gib der Welt von Schwere See und ihren Bewohnern ein Gedächtnis und eine Persönlichkeit. Achte darauf, dass die Geschichte und die Nichtspielercharaktere auf die bisherigen Taten der Spielercharaktere reagieren. Lass Welt und Leute unterschiedlich auf unterschiedliche Spielercharaktere ansprechen, je nachdem, wie sie sich verhalten und wer sie sind. Wenn eine Lage besonders angespannt ist, können die Nichtspielercharaktere sogar auf die Taten der Spielercharaktere reagieren, bevor sie sie überhaupt persönlich kennengelernt haben!

Richte dich nach den Spielern

Richte dich nach den Interessen, Geschichten und Ideen der Spieler. Wenn die Spieler ihre Charaktere etwas tun lassen wollen, solltest du normalerweise Ja sagen – kannst ihnen aber gerne eine Bedingung dafür nennen oder als Folge die Lage verschlimmern. Plane keine Plots vor und lege nicht im Voraus fest, wie alles ausgehen soll. Das Material, das du bei der Spielvorbereitung produzierst, steht dir als Quelle für Schwierigkeiten, die du den Charakteren bereiten kannst, zur Verfügung. Bleibe flexibel und gib nicht dem Bedürfnis nach, die Spieler auf die geplante Geschichtenbahn zurückzuholen. Spielt, um zu sehen, was als nächstes passiert, statt um die nächste Station zu erreichen. Das heißt auch, dass du bisweilen deine Vorbereitungen spontan ändern musst oder sie komplett verwirfst, um die Geschichte in eine andere, spannendere Richtung laufen zu lassen. Dasselbe gilt für das Einstiegsabenteuer in diesem Buch und alle anderen Abenteuer, die du vielleicht noch hast.

Nimm zwischen den Sitzungen Veränderungen vor

Mach dir Gedanken über die Geschehnisse und Interaktionen der letzten Spielsitzung und welche Folgen sie beim nächsten Mal haben könnten. Wer hasst die Charaktere und was unternimmt er deswegen? Wer mag sie? Welche Spannungen haben sich verschärft? Wer macht sich Sorgen über die nächsten Schritte der Charaktere und wird aktiv, um sie aufzuhalten? Vielleicht überlegst du dir eine Liste an Möglichkeiten, wie die vergangenen Entscheidungen der Spieler ihren Charakteren später noch helfen oder schaden können.

 


Der nächste Artikel widmet sich den Prinzipien der unerbittlichen Welt, in der So tief die Schwere See spielt. Sie helfen der Spielleiterin oder dem Spielleiter dabei die kalten, grauen Küsten noch besser an den Spieltisch zu bringen.

Neugierig geworden?
Unsere Vorbestellung läuft noch bis zum 30. Juli

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