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Der Wettbewerb ist abgeschlossen und die Gewinner*innen des 6. Fanzine-Wettbewerbs stehen fest! Am 30. August haben wir im Livestream alle Zine vorgestellt. Aber für alle, die lieber eine knackige Zusammenfassung mögen, stellen wir die Gewinner*innen hier noch einmal in aller Kürze vor.
Insgesamt wurden dieses Jahr 18 verschiedene Zines eingesandt. Und wieder einmal erreichte uns eine Fülle an Einsendungen für eine Reihe unterschiedlicher Spielsysteme. Dieses Mal gab es Fanmaterial für Brindlewood Bay, Electric Bastionland, Gegen alle Stürme, Mausritter, Mythos World, Pirate Borg und So tief die schwere See sowie verschiedene systemneutrale Einsendungen. Ihr habt Abenteuer, NSC, Schauplätze, Inspirationen und Spielhilfen für SL erstellt. Es wurde geschrieben, gebastelt, gemalt und gesammelt. Wie immer hat es uns eine große Freude bereitet, die vielen Zines lesen zu dürfen. Vielen Dank für eure kreativen Einreichungen!
Unter all den Einsendungen Gewinner*innen zu küren, war auch dieses Jahr wieder knifflig und die Jury, bestehend aus Daniel, Patrick und Sarah, hat lange diskutiert. Am Ende standen folgende Zines auf dem Siegertreppchen:
Kategorie „Handgemacht“
Platz 1: achtsam rumschnüffeln #3: Briefwechsel
(Von: Valentin Gerber, Raphaël Spuler)
Eine Solovariante für Brindlewood Bay als Briefspiel: Hedwigs Enkelin Hermine ermittelt im Sommerurlaub am Meer im Falle einer verschwundenen Kioskbesitzerin. In Briefen berichtet sie ihrer Oma und fragt sie um Rat. Die Spieler*in steht der Enkelin natürlich mit Rat und Tat bei den Ermittlungen zur Seite. Sehr stimmungsvolles Heft, liebevoll gebastelt mit vielen Handouts und Gimmicks.
Besonders spaßig fanden wir die gemütliche Tätigkeit „Eis essen“, die das Spiel beenden kann, wenn Hermine sich dabei in den schmucken Eisverkäufer verguckt. Ebenso Hermines jüngeren Bruder, der für sie einspringen kann, wenn Hermine mal abgelenkt ist. Tolle Spielvariante, die Fünf-Freunde-Vibes in das Krimispiel bringt.
Platz 2: Du möchtest ein Fanzine machen. Das Solo-Abenteuerspiel
(Von: Eric Patry, Ingrid Faesi)
Ein Meta-Solospiel, in dem ihr spielt, wie ihr euer eigenes Fanzine erstellt. Ironischerweise ist es hervorragend dafür geeignet, die Erstellung eines echten Zines zu prokrastinieren. Dabei ist das Spiel unglaublich unterhaltsam. Es fängt augenzwinkernd den Herstellungsprozess eines Zines ein, von der Idee über das Texten und Illustrieren hin zum Druck wird jeder Schritt bedacht. Das Solo-Spiel zeigt sehr gut die Freuden und Herausforderungen der Erstellung von Fanzines. Dabei bergen die Abschnitte auch einige gute Ideen fürs eigene, richtige Zine.
Also: Spielt das Solospiel ein paar Mal durch und dann nehmt den so aufgenommenen Schwung, und erstellt euer Traumzine!
Kategorie „Gedruckt“
Platz 1: Rungholt – Glocken aus der Tiefe
(Von: Simone Bannach)
Ein Szenario für Pirate Borg, das eure Seefahrenden zu einem verwunschenen Ort in der Nordsee führt – nach Rungholt, die aufgrund ihrer Versündigung gegen Gott im Meer versunkene Stadt. Die SC haben gleich mehrere Gründe, dort hinabzutauchen und sich mit den schaurigen Bewohner*innen auseinanderzusetzen: eine Kiste Gold ist verloren und der geheimnisvolle Ekke Nekkepenn verspricht eine Belohnung für das Bergen einer Nautilusbox. Das Abenteuer ist optisch und inhaltlich professionell aufbereitet.
Ein schönes, sehr stimmungsvoll beschriebenes und illustriertes Setting, das Pirate Borg in eine spannende neue Umgebung versetzt.
Platz 2: Electro Bastard #2 – Krundsburg: Stadtviertelbeschreibung und Szenario
(Von: Jonas Richter, Brigitte Massek/Carabas Crafts, Kaid Ramdani, Jan Kabasci, Michael „Kreggen“ Wuttke)
Ein Stadtviertel für Electric Bastionland, darin enthalten Schauplatzbeschreibung, Verkehrsmittel, Bewohnende und ein Abenteueraufhänger sowie weitere nützliche Inhalte und eine neue gescheiterte Karriere. Zentrales Motiv des Viertels „Krundsburg“ ist „abscheuliche Kunst“ auf einer Gratwanderung zwischen Ästhetik, Abscheu und der Frage „Ist das Kunst, oder kann das weg?“. Kunst als Inspiration für ein Electric-Bastionland-Stadtviertel funktioniert wirklich hervorragend – so viele schräge Gestalten und Kunstwerke! Das Museum allein ist schon einen Besuch wert. Der spaßige Tonfall unterhielt die Jury fantastisch („Apfelmuse“, „Laibwächter“, die Namen der Kunstwerke und NSC! Die Artivor*innen, die nur Mahlzeitstilleben essen!). Neben den Späßen überzeugte das Zine aber auch mit seinem stimmigen Aufbau: Das Stadtviertel lädt die SC zum Erkunden ein und das Szenario passt sehr gut zum Setting.
Schnappt euch eine Elektriquette und cruist damit durch Krundsburg, wo völlig neu gedachte Kunst auf wagemutiges Publikum wartet!
Geheime Zusatzkategorie „Bestes Cover“
Seit vergangenem Jahr verleihen wir jeweils einen von einem Jurymitglied gesponserten geheimen Zusatzpreis. Letztes Jahr verlieh Sarah den Preis für das huhnigste Zine. Dieses Jahr war Daniel an der Reihe und verlieh einen Preis in der Kategorie „Bestes Cover“. Wie es sich für einen geheimen Preis gehört, wurde die Kategorie erst bei der Preisverleihung bekanntgegeben.
Der Preis in der Kategorie „Bestes Cover“ ging an „Drinking Matters“ von Tamara und Tom Layer. Das Zine enthölt, anlässlich des zehnjährigen Verlagsgeburtstages, drei Abenteuer basierend auf den Getränken, für die wir Tassen entworfen haben – Tee, Kaffee und Kakao. Schmeichelhaft! In dieser Preiskategorie überzeugt hat Daniel aber das wundervolle Cover: Vorn ein Foto von einer gedeckten Kaffeetafel mit Geburtstags-Schokokuchen, hinten das korrespondierende Bild vom leergefutterten Tisch inklusive essbarer Mäuse! Sehr stimmiges Coverkonzept und wunderbar passend zum Zineinhalt. Bei all den Köstlichkeiten hat es uns dann auch sehr beruhigt zu erfahren, dass all das Essen von „glücklichen Freilandrollenspielern“ verzehrt wurde.
Weitere Zinevorstellungen
Wie jedes Jahr haben wir zwar nur eine Handvoll Preise verleihen können – aber gewonnen haben natürlich wieder alle, die ein Zine angefertigt haben, denn ihr haltet den schönsten Preis bereits in euren Händen: Die Freundschaft, die ihr unterwegs … ähm, ich meine natürlich die Zines, die ihr mit so viel Herzblut und Eigenleistung gestaltet habt!
Alle Zines haben wir am 30. August im Livestream vorgestellt. Den Mitschnitt könnt ihr euch auf unserem Youtube-Kanal ansehen.
Eine Übersicht aller eingereichten Zines inklusive Coverfoto findet ihr außerdem in diesem Beitrag. Hier erfahrt ihr auch, wo ihr die Zines gegebenenfalls einzeln bekommt, falls ihr keines der Gesamtpakete ergattern konntet.
Wir freuen uns schon auf den nächsten Wettbewerbs. Ihr müsst aber natürlich nicht auf den Wettbewerb warten, um euer nächstes Zine zu erstellen. Haut in die Tasten, spitzt den Buntstift, ladet den Tacker und los gehts!
Im Namen der Wettbewerbsjury
Sarah


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[…] Wettbewerb brachte wieder eine Vielzahl an coolen Zines hervor. Hier die Ergebnisse und herzliche Glückwünsche an alle […]