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Nach über drei Jahren ging vor kurzem eine lange Kampagne Monsterhearts bei den Familiennerds zu Ende. Ihr findet alle 38 Folgen des Actual Plays hier bei YouTube. Alex hat aber auch angeboten seine Gedanken zu dem spiel in einen Gastartikel zu verpacken, den wir hier veröffentlichen. Danke für den Artikel, die Kampagne und euer Engagement generell 🙂
(P.S. Wer danach Interesse am Spiel bekommen hat: Wir planen gerade einen Nachdruck. Gebt uns noch etwas Zeit dafür 🙂 )
Monsterhearts fing als großes Zweigruppenprojekt auf unserem Kanal an: Zwei Gruppen, die parallel die Schule durchlaufen und zeitgleich spielen. Was in der einen Gruppe passiert, hat direkte Auswirkungen auf die andere.
Etwas über 3 Jahre später ist daraus etwas sehr Besonderes geworden: sehr düster, sehr immersiv und unsere Kampagne hat die Zuschauenden mitfiebern lassen und ist den Spielenden immer wieder unter die Haut gegangen und hat sie manchmal bis in die Träume verfolgt.
Es startete alles mit einer Bedrohung im Hintergrund, der Rest ist durch die Aktionen der Spielenden geschehen. Alles war stetig im Wandel, genauso wie ein PbtA-Rollenspiel sein soll. Gelungene Würfe und Fehlwürfe, das Handeln der Charaktere und ihre Taten – das Alles hat diese Geschichte so besonders gemacht. Insgesamt neun Spielende waren dabei, am Ende auf Klassenfahrt in gemischten Gruppen und dann mit einer großen gemeinsamen Schlussstaffel, die viele offenen Enden geschlossen hat.
Alle Charaktere haben ihre eigenen Geschichten gehabt, zusammen Geschichten erlebt und im Hintergrund war immer die große Bedrohung für die Schule.
Jede einzelne Folge war begleitet von großer Vorfreude und dann einem wilden Ritt der Gefühle. Wir haben geweint, gelacht und mitgezittert. Wir haben die Charaktere miteinander und gegeneinander spielen sehen, am Ende aber oft als Team. Und in dieser Monsterhearts-Kampagne gab es so herzzerreißende Charakterschicksale wie sonst wahrscheinlich bei uns noch nie.
Aber es gab auch schwere Momente die uns als Spielende näher gebracht haben: Wir haben hier gelernt auch Themen wirklich komplett frei auszudiskutieren und wieder in richtige Bahnen zu lenken – wie es auch die Charaktere gelernt haben und langsam erwachsen wurden.
Wichtig ist mir noch einmal zu sagen, dass ich mich bewusst oft nicht an Grenzen von Klassen als Spielleitung entschieden habe und euch auch das als Spielleitung von Monsterhearts nur raten kann. Lebt die NSCs im Rahmen, aber setzt sie nicht zu fest in eurem Kopf. Wenn sie im Kopf der Spielenden lebhaft werden und gemalt werden, dann sollte er genauso sein, vielleicht immer mal mit einem Twist, der sie erschaudert. Hier ist Herr Schulze das Beispiel. War er nun eine Fantasiegestalt, ein Gott, oder was auch immer? Es ist vollkommen egal. Er wurde geliebt und gehasst wie wohl kein Zweiter. (#schulzemussweg)
Monsterhearts ist das ideale PbtA-Spiel, es gibt so viel Freiheiten und holte uns alle in gewisser Weise persönlich ab. Für mich als Spielleitung wird diese Kampagne etwas sehr Besonderes bleiben und ich bin System Matters unendlich dankbar, dass sie sich diesem Buch angenommen haben. Monsterhearts verdient dauerhaften Support und sollte von jedem, mindestens jedem PbtA-Fan, einmal ausprobiert werden.
Warum ihr unsere Geschichte unbedingt miterleben solltet, habe ich, glaube ich, oben gut beschrieben…das Internat Salem wartet auf euch! Ihr solltet aber unbedingt auch eure eigene Geschichte erleben!
Autor: Alex von Familiennerds

