In dieser Episode reden wir über 8 Wahrheiten des Spielleitens:

  1. Spielleiten ist mehr Arbeit als Spielen
  2. Für einige ist Spielleiten befriedigender als Spielen
  3. Spielleiten macht aus dir einen besseren Spieler
  4. Wenn die Spieler Spaß haben wirst du auch Spaß haben
  5. Als Spielleiter bist du auch ein Spieler
  6. Spielleiter müssen proaktiv sein
  7. Du wirst Fehler machen
  8. Deine Spieler zu kennen ist wichtig um ein gutes Spiel zu leiten

 

Was wir von den 8 Wahrheiten halten erfahrt ihr im Podcast, aber wir möchten auch gerne wissen was ihr davon haltet. Schreibt in die Kommentare oder schickt uns eine Voicemail, wir freuen uns auf die Einsendungen egal ob mündlich oder schriftlich :-]

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19 comments on “Episode 52 – 8 Wahrheiten über das Spielleiten

  1. Guten Tag!

    Am Wochenende bin ich über euren Podcast gestolpert.
    Bisher muss ich mal in aller Kürze sagen: Feine Sache.

    Vielen Dank und weiter so! :)

    Stefan.

  2. purpletentacle Apr 26, 2011

    Hallo mal wieder,

    Zu eurer Frage bzgl. PDFs:
    Bei mir ist damit kein Geld zu machen. Ich sitze sowieso schon den halben Tag vorm Rechner, da muss ich mir nicht noch Regelwerke am Bildschirm durchlesen.
    Und seitenweises Ausdrucken und Abheften muss auch nicht sein.

    Super finde ich die Lösung von SotC und Dresden Files, einfach das PDF gratis zum Buch dazu. Das macht die Vorbereitung als SL sehr angenehm, aber dafür kauf ich mir die PDFs nicht extra. Im Fall von Malmsturm ist es sogar umgekehrt. Ich kauf ich das Buch jetzt, nachdem ich mir das PDF angeschaut habe, erst recht ;)

    Und jetzt bin ich mal gespannt ob ich mit meiner Meinung allein dastehe :)

    Den Rest der Folge muss ich erst einmal zu Ende hören.
    Also bis später dann…

  3. Marcus Apr 27, 2011

    Ich sehe das mit den PDFs ähnlich, nur dass ich seit dem iPad das “Lesen am Bildschirm” nicht weiter schlimm finde. Zum Nachschlagen von Regeln am Spieltisch etc. sind Bücher aber meiner Meinung nach immer noch besser.

    Zum Rest der Episode: Endlich mal wieder was ohne Gamma World. Den Enthusiasmus dafür kann ich leider nicht teilen, habe mich aber als Fan auch durch diese Folgen gequält.

    Leider fand ich die 8 Wahrheiten wenig kontrovers oder vertiefungswürdig, denn sie waren meiner Meinung nach tatsächlich schlichtweg wahr. Gerade den Punkt im Gespräch, dass es wichtig ist häufiger den Stuhl zu wechseln, kann ich nur fett unterstreichen.

    Hier hätte ich mir eine Vertiefung gewünscht, denn das Problem besteht ja nicht in der Erkenntnis, sondern in der Umsetzung. Wie verhilft man Spielern, die keine Lust zum Leiten haben die Einsicht, dass es eigentlich notwendig ist?

  4. Söderle, gehört und doch, einige Punkte seh ich anders … ^^

    1. Das läßt sich schon generell so sagen, auch wenn es Beispiele gibt, dass SLen sehr wenig Arbeit (Onepagedungeons z.B.) oder Spieler sehr viel Arbeit (Charakterverwaltung für hochstufige Magier) sein kann.

    2. Sicher. Umgekehrt gilt selbiges. Für mich eine Nullaussage.

    3. Hmm. Ich vertrete eher dieUmkehrung des Satzes im Sinne von “Viel Spielen macht aus Dir einen besseren Spielleiter”.
    Gerade andere Spielleiter können als Spieler ganz schöne Drecksäcke sein. Sicher ist, dass man die Sorgen des anderen hinterm Spielleiterschirm (falls sowas genutzt wird) kennt, generell kann man aber nicht sagen, dass das immer in einem positiven Sinn genutzt wird.

    4. Ist sicher ein Indiz. Aber ich selbst hatte auch eine lange Phase, in der mir Spielleiten keinen Spaß gemacht hat, obwohl die Spieler soweit ihren Spaß hatten. (Schlimm ist das nicht, ich war und bin überwiegend Spieler) Erst mit der Entdeckung von ARS und der kritischen Selbstreflektion bin ich zu einem Stil gekommen, der mir viel Spaß bereitet. Und dafür sind dann Spieler, die selbst Spaß haben, die begeisterungsfähig sind, durchaus Voraussetzung.

    5. Ja. Am Tisch sind alle Mitspieler. Der SL sicherlich mit anderen Rechten und Pflichten, aber ich versuche nie etwas von oben autoritär durchzusetzen.

    6. In vielen Punkten: Ja. Im wichtigsten aber Nein, Entschuldigung NEIN! (Imho selbstverständlich.)
    Der Spielleiter muss bestimmte Entscheidungen treffen, Vorgaben machen oder etwas forcieren, ohne dabei schon etwas von der Gruppe erfahren zu haben. Z.B. entscheidet er, in welchem Rahmen er welches Abenteuer vorbereitet, wo genau er beginnt, ob es da regnet oder eitel Sonnenschein herrscht. Im zweifelsfall entscheidet er auch nur, diese Entscheidung z.B. an die Würfel zu deligieren, aber auch das ist eine Entscheidung. Viele grobe Entscheidungen kann man sicherlich noch im Konsens treffen, spätestens bei Detailentscheidung wäre das dann aber wahnwitzig und wiedersinnig.

    Aber kommen wir zu des Pudels Kern und zum klaren nein. Reaktionen auf Handlungen der SC sind immer reaktiv nie pro-aktiv zu treffen (letzteres wäre dann ja quasi Railroading). Mir hilft dabei die Devise “Der Spielleiter hat nix zu wollen” (im Sinne von forcieren), überlege mir mehrere plausible Möglichkeiten, gewichte diese (z.B. 1-4: A, 5-6: B) und würfele dann. Dieses überlegen, was ist plausibel und es dann den Würfeln zu überlassen, sich eine Geschichte entwickeln zu lassen aus SC-Aktionen und plausiblen, offenen Reaktionen ihrer Umweld, das hat mir den Spaß ins SL-Dasein gebracht. Vorher hatte ich im Kopf, etwas zu forcieren im Sinne einer guten Geschichte etc. – heute weiß ich, die bessere Geschichte entsteht (imho) wenn man sie sich selbst entwickeln läßt.

    7. Ja. Wobei vieles sicherlich kein Fehler, sondern eine Erfahrung ist, aus der man lernt …

    8. Nicht zwingend. Gibt ja auch hervorragende Conrunden. Aber sich entweder gut zu kennen oder zu wissen, was man gegenseitig voneinander erwarten kann, ist eine gute Voraussetzung, um miteinander klar zu kommen. Andererseits: am meisten lern ich als Spieler für mich aus schlechten Runden bei anderen Spielleitern. Trotzdem hab ich gelungene Runden lieber … ^^

  5. Hier hab ich im übrigen eine kleine Diskussion dazu eröffnet: http://greifenklaue.rpg-bs.de/index.php?topic=6303.0

    @Marcus: Wie Spieler zum SL-Sein pshen: Ein idealer Weg sind imho SL-lose RPGs wie Western City oder Fiasco, wo ja faktisch der SL-Part auf alle aufgeteilt ist und jeder sich Überlegungen machen muss, die sonst nur der SL macht. (“Wie spinne ich den Faden weiter.”)

  6. purpletentacle Apr 29, 2011

    So zu Ende gehört.
    Der Einwand mit dem iPad ist berechtigt. Mit einem vernünftigen Lesegerät wäre ich sicher eher bereit Geld für PDFs auszugeben. Vorher müsste ich aber Geld für ein solches Gerät ausgeben.

    So zum eigentlichen Thema. Die meisten Punkte kann ich eigentlich so bestätigen.

    Zum Punkt 5 “Als Spielleiter bist du auch ein Spieler” und die von euch beschriebene Problematik bzgl. Spielstildifferenzen und Dienstleister-SL
    Ich für meinen Teil mache mir darüber gar keine Gedanken und leite einfach so wie es mir Spaß macht. Dabei gehe ich mit einen DSA Abenteuer natürlich anders um als mit einen Paranoia Abenteuer, aber eigentlich eher unbewusst. In sofern sehe ich mich nicht als Dienstleister, da ich den “Job” ja auch zur eigenen Unterhaltung mache.

    Zu Punkt 6 lass ich mich jetzt nicht aus,ob ich jetzt reaktiv oder proaktiv bin ist mir eigentlich egal, solange die Spieler und ich Spaß am Spiel haben ;)

    Zu 8. Also subjektiv trifft das für mich persönlich zu. Ich fühl mich sicherer wenn ich meine Spieler kenne und leite dadurch sicherlich besser. Aber allgemein sehe ich das wie Greifenklaue.

    Ich hoffe ich hab meine Hausaufgaben zufriedenstellend erledigt :)

    P.S.
    Ich würde gerne mehr zu Deadlands hören.

  7. Freu mich sehr über die Kommentare :-]

    @Deadlands: Arbeiten wir dran, kommt demnächst :-]

  8. Also das GE PDF hat sich ein Spieler von mir direkt gekauft. Ist ne Onlinerunde und ich habe als einer von zwei das Regelwerk. Da ist das schon sehr praktisch. Für mich würde sich ein PDF auch lohnen wenn ich Spieler bin. Da lohnt es sich nur in manchen Fällen (D&D mit den vielen Supplements für Chars) selbst Bücher zu kaufen. Gerade bei so “Ein-Buch-Systemen” würde ich dann eher das PDF haben. Und einer von Euch sprach noch von portabel. Zur Spielvorbereitung in der S-Bahn ist ein PDF doch verdammt portabel :)

    Was das Bedienen der Spieler angeht: Ja, ein SL sollte auf die Vorlieben seiner Spieler Rücksicht nehmen und diese bedienen. Macht auch für mich einen Teil des Reizes aus SL zu sein. Aber es sollte sich immer im Rahmen der eigenen Vorlieben bewegen. Nur wenn es einem selbst Spaß macht, kann es den Spielern Spaß machen.

    Dann noch eine kleine Bemerkung zu proaktiv: Der SL muss proaktiv sein. Aber die Spieler sind nicht in der Rolle zu reagieren. Sie können (und bei mir sollen unbedingt) aktiv sein.

    “Sie wollen mit dme Bösewicht wenigstens reden.” :D :D

  9. Schöne Folge – vieles mag auf den ersten Blick selbsterklärend sein, aber ich glaube ihr habt ein paar interessante Details angesprochen.
    Zum Beispiel die Frage “SL als Dienstleister?” – Denn ich finde er sollte sich bewusst sein dass er das ist! Sicher ein Dienstleister der Freude an seinem Dienst hat und seine Arbeit ja auch mit den Spielern teilt, aber dennoch hat der SL die zentrale Aufgabe, das Spiel zu definieren, innerlich wie äußerlich.
    Und gerade wenn man mal Spieler ist merkt man am eigenen Leib wie zäh und sogar langweilig es werden kann, wenn der SL vergisst dass er dort Leute vor sich hat, die ihre kostbare Freizeit aufwenden um einen schönen Abend zu verbringen und nur (gefühlt) die Zeit totschlägt oder alles ohne Rahmen und Sinn (ver)laufen lässt.
    Das Bewusstsein für diese Verantwortung, Zeitrahmen etc. schafft – meiner Ansicht und Erfahrung nach – schlicht bessere, dichtere, spannendere Spielerlebnisse.

  10. Astartes Jul 3, 2011

    Eine super Folge bin heute morgen auf euren Podcast gestolpert und höhre sie seitdem stück für stück, besonders die beiden Pdcasts zu den Cthulu Cons wahren klasse.

    Daniel kann es sein das ich dich über Wuala kenne?
    Hörst dich aufjedenfall arg nach einer mir bekannten Person an.

    Bin auf euren Podcast durch das cthulhu forum gekommen.

    Weiter so freue mich schon auf neue Episoden

  11. @Astartes: Wer oder was ist ein Wuala? :-D

  12. Astartes Jul 3, 2011

    Kann ich das als ein ja nehmen?
    Das ich dich auch von einem mumble Server kenne?
    Zufälle gibts :D

  13. Oh tut mir leid, ich hab wirklich keine Ahnung was du meinst. Ich glaube du verwechselst mich mit jemand anderem.
    Aber schön das dir der Podcast gefällt :-]

  14. Astartes Jul 3, 2011

    Ja dann hab ich dich wohl verwechselt, hörst dich sehr ähnlich an.
    Dazu noch einmal die Erwähnung das einer von euch regelmäßig auch in Gelsenkirchen ist hätte das echt gepasst :D
    Naja was solls, währe nur schon ein sehr cooler zufall gewesen.
    Ja der Podcast gefällt mir sogar sehr, habe mir gerade auch die aktuellste Episode angehört auch wieder eine klasse Sendung.

  15. Kein Problem :-]

    Weiter viel Spaß mit dem Podcast und danke für das Lob :-]

  16. Astartes Jul 3, 2011

    Denn werde ich sicherlich haben, ich hoffe ja das ihr wirklich einen cast von Burg Rieneck macht, finde die Berichte der Spielrunden sehr lustig, mir gefiel besonders die beschreibung der Mafia gegen Vampire gut.
    Als ein SC namens Tony einen Küchenjungen namens Billy befragte.
    Ihr bringt das sehr gut rüber, man wünscht sich echt dabei gewesen zu sein.

    Leider bin ich mit fast 19 schon der älteste in meinen Runden und möchte dann nicht ein Spiel wie Cthulhu mit Leuten spielen die meiner Erfahrung nach sich darin kaum reinversetzen könnten.

    Mir reichte es schon einmal als ich WoD meisterte und das ziehmlich verfälscht an die Ohren einer Mutter geriet und es auf einmal hies das im WoD ständig Leute aufgeschlitzt vergewaltigt usw. würden.
    Die muss mich schon für sehr merkwürdig halten.

    Daher mangelt es mir auch leider an Spielern auch wenn ich das Setting sehr interessant finde und gerne auch mal ausprobieren würde.

  17. Moinsen!

    Etwas verspätet noch eine RÜckmeldung von mir:

    1. Spielleiten ist mehr Arbeit als Spielen

    In der Regel ja, muss aber nicht sein. Wer massiv playerempowerte Spiele spielt (sagen wir mal Primetime Adventures oder so etwas), kann auch in die Situation kommen, dass er lediglich reagiert und Kulisse stellt, während die Spieler die Handlung voran treiben.

    3. Spielleiten macht aus dir einen besseren Spieler

    Das gilt vor allem, wenn es nicht um Taktik sondern um die Erzählung geht. Es gibt einem einen besseren EInblick, was das System braucht um zu funktionieren und wie es funktioniert.

    6. Spielleiter müssen proaktiv sein

    Siehe 1.), in einigen Systemen können reaktive Spielleiter genug sein.

    7. Du wirst Fehler machen

    Definiere Fehler! Es wird nicht alles optimal laufen, klar. That’s life. Ein Fehler ist aber, es nicht einmal zu versuchen.

    8. Deine Spieler zu kennen ist wichtig um ein gutes Spiel zu leiten

    Ich glaube nicht, dass man sie kennen muss. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass sie zeigen, was sie wollen und nicht wollen und dass man darauf eingeht und bereit ist KOmpromisse einzugehen. Das ist natürlich einfach (aber manchmal auch sauschwer!), wenn man sich kennt, kann aber auch super mit Fremden funktionieren, solange sich alle dessen bewusst sind.

    Soviel dazu. Ich mach mal wieder einen PiCast …

  18. Frau D. Dez 7, 2013

    Huhu!

    Ich sitze gerade an meiner Bachelorarbeit, in der es darum geht, eine Desktopanwendung für Spielleiter zu konzipieren (ein Toolkit, das ihm systemunabhängig das Leiten etwas leichter machen soll).
    Jedenfalls würde ich euren Podcast gerne in meiner theoretischen Arbeit zitieren, aber damit das alles vorschriftsgemäß vonstatten geht, brauche ich eure Namen.
    Könnte mir die jemand flüstern? Ich schick’ euch am Ende auch gern die Arbeit, falls sie euch interessiert

    Danke und Liebe Grüße
    ~ Frau D.